SEBASTIAN KLUG
Durch die Nacht
Wahrnehmung zwischen Traum und Wirklichkeit - ein junger Mann unterwegs auf einer Reise durch das Berlin der Nacht. Hungrig streift er durch hippe Bars, inoffizielle Partys, dunkle Straßen und U-Bahnhöfe. Was er sieht, hält er fest, allerdings nicht mit der Kamera, sondern mit dem Handy. Sebastian Klug versteht sich als Fotograf, aber auch als Teil des Geschehens, wie seine Protagonisten ist er ergriffen von der Trunkenheit des Augenblicks, der Begeisterung des Ausnahmezustands Nacht, der Sehnsucht nach Auflösung in tausend Pixeln.
TOMAS ADEL
ANIKKA BAUER
ANTJE BERGHÄUSER
VERENA BLANK
OONA EBERLE
ANNE HEBELER
DANIELA HORSTMANN
SEBSTIAN KLUG
INA KÖHLER
BIRGIT KRAUSE
THOMAS LOBENWEIN
INGA ORSCHINSI
ANGELIKA SALOMON
JULIA SONNTAG
WILHELM VON DER SCHULENBURG
JERUN VAHLE
MARK VAN DER MAAREL
LUCA VECOLI
IRINA VOIGT
DAVID WITTENBURG
Stille
20 Fotografen begegnen Momente der Stille in der Reduktion auf den Augenblick, an dem wir täglich achtlos vorüber gehen.
JÜRGEN BAUER
Gesichter der Literatur
Ein schicksalhafter Tag war der 2. August 1993 - zumindest für Jürgen Bauer. An diesem Tag traf er die unvergessene Hilde Domin in ihrer Wohnung in Heidelberg. Fasziniert von ihrer Art Gedichte vorzutragen, hatte der junge Fotograf schriftlich um einen Termin gebeten, der ihm tatsächlich gewährt wurde. Vielleicht ist es die Liebe zur Literatur, die die besondere Intimität entstehen lässt, die die Fotografien dieser Ausstellung auszeichnet. Eine Begegnung mit traditionsreichen großen Namen wie Elisabeth Borchers, Marion Gräfin Dönhoff, Wolfgang Hilbig, Hermann Lenz, Harry Rowohlt und George Tabori aber auch mit neueren Literaturstars wie Julia Franck, Georg Klein, Arnold Stadler, Veronika und Christoph Peters, Uwe Tellkamp und Juli Zeh. Einige Autoren, die Jürgen Bauer über viele Jahre immer wieder besucht hat, sind mehrfach vertreten - so auch Judith Hermann, die zur Vernissage aus ihrem mit viel Spannung erwarteten neuen Buch „Alice” liest.
TOUFIC BEYHUM
CHRISTIAN DEL MONTE
INA KÖHLER
SILVIO NOHKE
CORDULA POHL
HELEN SCHMIDT
JENS WEGNER
In Motion
Bewegend und bewegt sind die Fotografien dieser Ausstellung alle auf eigene Weise. Toufic Beyhum, hat monatelang Rentner, Schlipsträger, Tätowierte, Barfüßige, Glückliche und Betrübte auf ihrem Weg unter der Stadt hautnah eingefangen. Mit der U-Bahn gefahren ist auch Helen Schmidt, die Momente und Menschen der täglichen Fahrt portraitiert. Minimalistisch sind die Ansichten der New Yorker Metro, die Cordula Pohl mit dem Handy gefunden hat, poetisch die vorbei fliegenden Landschaften einer Zugfahrt von Ina Köhler und die Schwarzweiß-Impressionen von Christian Del Monte. Unterwegs war auch Jens Wegner, allerdings mit dem Fahrrad und Silvio Nohke erfasst hastende, tanzende und schreitende Füße in hingetuschter Optik.
Engel
„Männer sind keine Engel”, das wissen Frauen schon lange. Außer Rita May. Vor zehn Jahren begann die heute 60-Jährige Fotografin Engel auf Friedhöfen zu fotografieren. Später verknüpfte sie diese Leidenschaft mit einer anderen - dem Männerakt. Legendär ihr Foto „Neues Deutschland”, das fünf nackte Männer auf der Dimitroffstraße zeigt und kurz nach der Wende deutschlandweiten Ruhm erlangte. In der Galerie Ina Köhler zeigt Rita May neben wehmütigen Schwarzweißbildern von Friedhöfen in Berlin, Mailand, Hamburg und Polen erstmalig auch ihre farbigen Fotografien, für die sie große, kleine, nackte, angezogene, dicke, dünne, alte und junge Männer als Engel inszeniert hat.
1. bis 27. November 2008
DANIEL BISCAN
SEBASTIAN KLUG
JULIA SCHILLER
PHILIP LEUTERT
CHRISTIAN REISTER
SEBASTIAN SCHMIDT
TIMO WULFF
Lost in the City
Die Städte wachsen unaufhaltsam. Zwischen 1950 und 2007 ist der Bevölkerungsanteil in den Ballungszentren von 30 auf 50 Prozent gestiegen und wird nach Prognosen der UNO im Jahr 2050 rund 70 Prozent erreichen. Was gleichzeitig wächst, ist die Einsamkeit. Die Bilder, die sechs Fotografen in Städten überall auf der Welt gefunden haben, könnten unterschiedlicher kaum sein und zeigen trotzdem das Gleiche: Menschen oder Gegenstände vor städtischer Kulisse, die seltsam verloren wirken, vereinzelt, versteinert.
Simon Rattle
„Klangakrobat”, „Musikalisches Genie”, „Tausendsassa”, das sind nur einige Vokabeln mit denen die Presse den Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker gerne belegt. Nicht immer ist die Kritik positiv, in jedem Fall aber heftig - Berlin pflegt ein emotionales Verhältnis zu dem britischen Stardirigenten. Kein Wunder bei der Vehemenz, mit der Simon Rattle Moderne und Tradition vereint, Lautes und Leises mischt und neu ordnet. Spätestens seit den Filmen „Rhythm is it” und „Trip to Asia” haben Interessierte auch einen Eindruck von dem Menschen hinter dem Musiker gewinnen können. Trotzdem wissen wohl nur Leser seiner Biografie, dass die musikalischen Anfänge des Maestros am Schlagzeug liegen, was er dem Vorbild seiner behinderten Schwester verdankt.
Warum wird ein Mensch was er ist? Diese Frage hat sich die Fotografin und Journalistin Ina Köhler gestellt und nach Bildern für prägende Stationen und Werte aus dem Leben des berühmten Dirigenten gesucht und sie mit Zitaten ergänzt. Herausgekommen ist das ungewöhnliche Portrait eines Leidenschaftlichen auf der Suche nach Stille.
Obscura
Es gibt Orte, die Menschen magisch anziehen. Worte reichen nicht aus, diese Kraft zu beschreiben. Lochbild-Photographie dagegen schon: Sie kann die Aura eines Ortes sichtbar machen. Diese romantisierende Ästhetik empfindet der Berliner Fotograf Sebastian Hesse als „im besten Sinne deutsch” und somit besonders geeignet, Ansichten unseres Landes einzufrieren. Kraftplätze können schön sein; wie auf Hesses Aufnahmen alter Dorfkirchen, des mythischen Hertha-Sees auf Rügen oder der germanischen Kultstätte der Externsteine im Teutoburger Wald. Andernorts findet sich eine Aura des Schreckens, des Zerfalls und der Vergänglichkeit; wie auf seinen Abbildungen des alten Schiffshebewerks in Niederfinow oder der monströsen NS-Erholungsanlage Prora.Sebastian Hesse blickt aber auch über den nationalen Tellerrand und ist auf den Spuren der Katharer durch's Languedoc gereist.
Lochbild-Photographie ist Entschleunigung. Camera Obscura ist Zen. Diese Bildserie ist ein Statement in der digitalisierten Welt.
Tausend tolle Sachen
Es sind ungewöhnliche Portraits, die der Fotografin Angelika Zinzow für das Hotel Goldmann gelungen sind. Jedes der 49 Zimmer ist anders gestaltet. Die Gestaltung folgt der Erzählung, dem Traum, der Erinnerung eines Zimmerpaten, allesamt Persönlichkeiten aus der Frankfurter Design- und Kulturszene. Angelika Zinzow hat die Träume dieser Paten fotografisch umgesetzt und den Protagonisten dabei einiges zugemutet. So nötigte sie die Malerin mit der Sehnsucht nach dem Meer unters Wasser, den widerspenstigen Zeitschriftenentwickler hinter Glas und den Sohn des Imkers unters Bienennetz. Die Bilder entführen den Betrachter ins Reich des Unbewussten, der Phantasie - in Tausend und eine Nacht. Inszenierte Fotografie vom Feinsten.
UTE MAHLER
TOMAS ADEL
RALF BITTNER
KERSTIN HEHMANN
SEBASTIAN HESSE
INA KÖHLER
THOMAS LOBENWEIN
VOLKER MAI
MARC VAN DER MAAREL
FRANK ORTHBAND
CORDULA POHL
JENS WEGNER
Stechlin - 12 Positionen
Zwölf Fotografen haben sich im September 2007 ein Wochenende auf Fontanes Spuren begeben und den See und seine Umgebung ins Bild gesetzt. Die Arbeiten beeindrucken durch ihre Schönheit und Bandbreite. Obwohl zeitgleich am selben Ort entstanden, zeigen sie eine Palette fotografischer Sichtweisen - vom Konkreten bis zur Auflösung - von der Romantik bis zur Verfremdung.